CWR
CWR (Common Works Registration) ist ein von der CISAC entwickeltes, standardisiertes Dateiformat, um musikalische Werke gesammelt bei Verwertungsgesellschaften und Verlagen anzumelden. Eine CWR-Datei enthält Werktitel, ISWCs, IPI-Nummern von Songwritern und Verlagen sowie die Anteile — maschinenlesbar strukturiert, sodass Gesellschaften wie die GEMA tausende Anmeldungen ohne manuelle Eingabe verarbeiten.
Was eine CWR-Datei enthält
Eine CWR-Datei ist eine strukturierte Textdatei aus festen Satzarten. Pro Werk enthält sie den Titel, die ISWC (sofern vorhanden), jeden Songwriter mit Rolle und IPI-Nummer, jeden Verlag mit seiner IPI, die Anteile pro Territorium und Verknüpfungen zu bekannten Aufnahmen per ISRC. Weil die Struktur von der CISAC standardisiert ist, lässt sich dieselbe Datei bei Gesellschaften in verschiedenen Ländern einreichen — jede liest genau die Felder, die sie braucht. Das Format hat sich über Versionen entwickelt: CWR 2.1 und 2.2 sind breit im Einsatz, eine neuere 3.x-Generation wird schrittweise eingeführt. Die Kernidee bleibt gleich: eine maschinenlesbare Anmeldung statt eines Webformulars pro Werk.
Wer CWR braucht
CWR ist für alle, die Werke in größerem Umfang anmelden: Verlage, Administratoren und Labels, die das Publishing für ihr Roster mitverwalten. Ein einzelnes Werk lässt sich noch ins Webportal einer Gesellschaft tippen; bei einem Katalog mit hunderten Werken ist die Sammelanmeldung der Weg. Die Anlieferung per CWR hält Titel, Autoren, IPI-Nummern und Anteile über alle Gesellschaften hinweg konsistent, und die Gesellschaften verarbeiten die Dateien direkt in ihre Werkdatenbanken. Einzelne Songwriter, die sich selbst verlegen, melden ihre Werke meist über das Portal ihrer Gesellschaft an und kommen mit dem Format nie in Berührung — CWR wird relevant, sobald eine Partei viele Werke für viele Autoren verwaltet.
CWR in der BBN Label Suite
Die BBN Label Suite erzeugt CWR-Exporte aus den Katalogdaten, die du ohnehin pflegst. Publishing ist opt-in: Ein Label mit Mitgliedschaft bei einer Verwertungsgesellschaft und IPI-Nummern aktiviert es, hinterlegt Autoren und Anteile pro Werk und exportiert Anmeldedateien für die GEMA und andere CISAC-Gesellschaften. Weil der Export aus derselben Quelle kommt wie deine Releases und Splits, bleiben Werktitel, ISWCs und Credits deckungsgleich mit dem, was in den Stores live ist — ein Datenbestand für Aufnahme- und Publishing-Seite. Reine Master-Labels lassen Publishing einfach aus und distribuieren wie gewohnt. Fragen zum Einreichungsweg einer bestimmten Gesellschaft beantwortet support@bbn.music.
Häufig gestellte Fragen
Ist CWR dasselbe wie DDEX?
Nein. CWR meldet musikalische Werke bei Verwertungsgesellschaften an (die Publishing-Seite). DDEX-Standards transportieren Release-Metadaten, Audio und Verkaufsdaten zwischen Labels, Distributoren und Stores (die Aufnahmeseite).
Brauche ich Software, um CWR-Dateien zu erstellen?
Praktisch ja. CWR ist ein maschinenlesbares Format mit fester Struktur, das generiert und nicht von Hand geschrieben wird. Die BBN Label Suite erzeugt den Export aus deinen Katalogdaten.
Kann ich eine CWR-Datei selbst an die GEMA schicken?
Die GEMA nimmt CWR von Verlagen und Administratoren mit entsprechender Vereinbarung an. Einzelne Autoren melden Werke in der Regel über das GEMA-Mitgliederportal an.