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ISWC

Eine ISWC (International Standard Musical Work Code) identifiziert ein musikalisches Werk — Komposition und Text, unabhängig von jeder Aufnahme. Das Format: T-123456789-C, also der Buchstabe T, neun Ziffern und eine Prüfziffer. Verwertungsgesellschaften im CISAC-Netzwerk vergeben die ISWC bei der Werkanmeldung und nutzen sie, um Publishing-Royalties weltweit dem richtigen Werk zuzuordnen.

Format: So ist eine ISWC aufgebaut

Eine ISWC folgt dem Muster T-123456789-C: der Buchstabe T, eine neunstellige Werknummer und eine Prüfziffer. Das T-Präfix kennzeichnet den Code auf einen Blick als Werkcode und grenzt ihn von Aufnahme-Identifiern ab. Die ISWC identifiziert das Werk selbst: Melodie und Text, so wie die Songwriter es geschaffen haben, unabhängig von Aufnahme, Release oder Interpret. Ein Werk behält seine ISWC dauerhaft, egal wie viele Versionen entstehen: Originalaufnahme, jedes Cover und jede Live-Version derselben Komposition verweisen auf dieselbe ISWC. Genau das erlaubt es Verwertungsgesellschaften, Nutzungen aus tausenden Quellen zu bündeln und die Urheber des Werks zu bezahlen.

So bekommst du eine ISWC

ISWCs werden von Verwertungsgesellschaften vergeben, nicht gekauft. Meldet ein Songwriter oder Verlag ein Werk bei einer Gesellschaft im CISAC-Netzwerk an (GEMA in Deutschland, ASCAP oder BMI in den USA, PRS in Großbritannien), vergibt die Gesellschaft die ISWC und meldet sie an die globale ISWC-Datenbank. Für die Anmeldung brauchen die Beteiligten eine Mitgliedschaft und eine IPI-Nummer, und die Registrierung führt die Anteile aller Beteiligten am Werk auf. In der BBN Label Suite ist Publishing opt-in: Labels, deren Songwriter Mitglied einer Gesellschaft sind, verwalten Werke und Anteile direkt in der Plattform und exportieren Anmeldungen als CWR-Dateien für die GEMA und andere CISAC-Gesellschaften.

ISWC vs. ISRC

Eine ISWC identifiziert das musikalische Werk, ein ISRC eine konkrete Aufnahme davon. Die Trennung ist wichtig, weil beide Seiten getrennt verdienen. Die Aufnahmeseite, also Master-Royalties aus Streams und Downloads, läuft über deinen Distributor und wird per ISRC zugeordnet. Die Werkseite, also Aufführungs- und mechanische Royalties für Songwriter und Verlage, läuft über die Verwertungsgesellschaften und wird per ISWC zugeordnet. Ein Song mit einer ISWC kann Dutzende ISRCs haben: Albumversion, Radio Edit, Remixe, Cover anderer Artists. Wer seine Musik selbst schreibt und aufnimmt, sitzt auf beiden Seiten — und profitiert davon, beide Identifier sauber registriert zu halten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine ISWC kaufen?

Nein. ISWCs vergeben die Verwertungsgesellschaften bei der Werkanmeldung. Werde Mitglied, zum Beispiel bei der GEMA, und melde das Werk mit allen Beteiligten und Anteilen an — die ISWC wird im Zuge der Registrierung zugeteilt.

Bekommt ein Cover eine neue ISWC?

Nein. Ein Cover ist eine neue Aufnahme desselben Werks: Es bekommt einen neuen ISRC, behält aber die ursprüngliche ISWC. Nur ein wirklich neues Werk (etwa eine als eigenes Werk angemeldete Bearbeitung) erhält eine eigene ISWC.

Wo finde ich die ISWC meines Songs?

Die ISWC findest du im Mitgliederportal deiner Verwertungsgesellschaft, sobald die Anmeldung verarbeitet ist, oder über die öffentliche ISWC-Datenbank im CISAC-Netzwerk.

In der Praxis: bbn.music

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