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IPI Number

Eine IPI-Nummer (Interested Party Information) ist ein eindeutiger 9- bis 11-stelliger Identifier für Songwriter, Komponisten und Musikverlage. Du bekommst sie automatisch mit dem Beitritt zu einer Verwertungsgesellschaft wie GEMA, ASCAP oder PRS. Die globale IPI-Datenbank im CISAC-Netzwerk verknüpft darüber Werkanmeldungen und Royalty-Anteile mit den richtigen Rechteinhabern.

So bekommst du eine IPI-Nummer

Deine IPI-Nummer bekommst du automatisch mit dem Beitritt zu einer Verwertungsgesellschaft — GEMA in Deutschland, ASCAP oder BMI in den USA, PRS in Großbritannien. Es gibt keinen separaten Antrag und keine extra Gebühr: Die Gesellschaft legt deinen Eintrag in der globalen IPI-Datenbank als Teil der Mitgliedschaft an, und die Nummer steht in deinem Mitgliederportal und auf deinen Abrechnungen. Songwriter und Verlage sind getrennte Beteiligte: Wer als Autor schreibt und zusätzlich einen Verlag führt, hat deshalb zwei verschiedene IPI-Nummern, eine pro Rolle. Findest du deine Nummer nicht, hilft der Mitgliederservice deiner Gesellschaft weiter.

Wo die IPI-Nummer gebraucht wird

Jede Werkanmeldung verknüpft Anteile über IPI-Nummern mit Personen. Wird ein Werk registriert, direkt bei der Gesellschaft oder per CWR-Datei, trägt jede Songwriter- und Verlagszeile eine IPI, und die Ausschüttung folgt genau diesen Einträgen. Split Sheets, Subverlagsdeals und internationale Einnahmen laufen alle auf dieselben Nummern zusammen — eine korrekte IPI auf jeder Anmeldung sorgt dafür, dass Publishing-Royalties der richtigen Person zugeordnet und ausgezahlt werden. In der BBN Label Suite ist Publishing opt-in: Ein Label hinterlegt Mitgliedschaft und IPI-Nummern einmal, und jeder CWR-Export für GEMA und andere CISAC-Gesellschaften trägt sie ab dann automatisch.

IPI vs. ISNI vs. CAE

Die IPI ist der Rechteinhaber-Identifier innerhalb der kollektiven Rechtewahrnehmung: Sie weist dich als Beteiligten an Werken aus, mit Rollen wie Komponist, Textdichter oder Verlag. Die ISNI ist ein breiterer Namens-Identifier über alle Kreativbranchen hinweg (Bibliotheken, Datenbanken, Streaming-Profile) und sagt nichts über Rechtepositionen aus. CAE ist schlicht der alte Name des IPI-Systems (Compositeur, Auteur, Éditeur); fragt ein Formular nach deiner CAE-Nummer, ist deine IPI-Nummer die Antwort. Praktisch heißt das: Werke meldest du mit deiner IPI an, die ISNI nutzt du für allgemeine Identitätsverknüpfung, und CAE ist nur das alte Etikett für denselben IPI-Wert.

Häufig gestellte Fragen

Bekomme ich eine IPI-Nummer ohne Verwertungsgesellschaft?

Nein. IPI-Nummern legen die Verwertungsgesellschaften im Rahmen der Mitgliedschaft an. Tritt einer Gesellschaft als Autor oder Verlag bei — die Nummer wird automatisch vergeben.

Ist meine IPI dasselbe wie meine CAE-Nummer?

Ja. CAE ist der frühere Name des IPI-Systems. Formulare, die nach einer CAE-Nummer fragen, meinen deine IPI-Nummer.

Brauche ich getrennte IPI-Nummern als Autor und Verlag?

Ja. Autor und Verlag sind getrennte Beteiligte mit jeweils eigener IPI-Nummer — auch wenn dieselbe Person hinter beiden steht.

In der Praxis: bbn.music

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