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ISNI

Die ISNI (International Standard Name Identifier) ist ein Code aus 16 Zeichen nach ISO 27729, der die öffentliche Identität einer Person oder Organisation im Kreativbereich eindeutig kennzeichnet. In der Musik nutzen Artists, Songwriter, Producer und Labels ISNIs, damit Streaming-Dienste, Datenbanken und Metadaten-Systeme gleichnamige Beteiligte sauber auseinanderhalten.

So funktioniert eine ISNI

Eine ISNI wird einmal pro öffentlicher Identität vergeben und bleibt dauerhaft bestehen. Registrierungsagenturen unter der ISNI International Agency prüfen, ob Name, Rollen und vorhandene Einträge eine eindeutige Identität beschreiben, und vergeben dann den Code aus 16 Zeichen. Ab da reist der Identifier überall mit: in Streaming-Metadaten, DDEX-Feeds, Bibliothekskatalogen, Credit-Datenbanken und den Einträgen der Verwertungsgesellschaften. Weil der Code und nicht die Schreibweise die Identität markiert, bringen Namenswechsel, Transliterationen oder ein zweiter „Max Müller“ deine Credits nicht mehr durcheinander. Wer unter mehreren Projekten arbeitet, kann pro Persona eine eigene ISNI führen und hält so die Kataloge sauber getrennt.

ISNI vs. IPI: Was brauchst du wirklich?

Oft brauchst du beide, denn sie beantworten unterschiedliche Fragen. Eine IPI-Nummer bekommst du mit dem Beitritt zu einer Verwertungsgesellschaft wie der GEMA; sie identifiziert dich als Rechteinhaber, damit Royalties auf dem richtigen Konto landen. Eine ISNI identifiziert deinen öffentlichen Namen über die gesamte Kreativbranche hinweg (Musik, Bücher, Film), unabhängig von jedem Abrechnungssystem. Praktische Faustregel: Die IPI kommt automatisch mit der Mitgliedschaft, die ISNI beantragst du separat über eine Registrierungsagentur. Für Credits, Suche und die Verknüpfung deiner Werke über Datenbanken hinweg arbeitet die ISNI; fürs Geld von der Verwertungsgesellschaft die IPI.

Wer eine ISNI haben sollte

Alle, deren Name verwechselt werden kann — und das sind mehr, als man denkt. Artists mit häufigen Namen, Producer mit vielen Credits, Session-Musiker und Labels mit wachsendem Roster profitieren von einem stabilen Identifier. Streaming-Dienste und Credit-Plattformen matchen Beteiligte zunehmend über Identifier statt über Namens-Strings. Mit registrierter ISNI laufen Features, Writing-Credits und Produktionen unter einem Profil zusammen, statt sich auf Fast-Duplikate zu verteilen. Die Registrierung ist ein einmaliger Schritt: über eine ISNI-Registrierungsagentur beantragen, Identität und Werke bestätigen und den Code ab dann konsequent in deinen Release-Metadaten verwenden.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine ISNI dasselbe wie eine IPI-Nummer?

Nein. Die IPI-Nummer kommt aus der Welt der Verwertungsgesellschaften und steuert Royalty-Zahlungen; die ISNI identifiziert deinen öffentlichen Namen über alle Kreativbranchen hinweg. Viele Profis haben beide — die IPI fürs Geld, die ISNI für korrekte Credits.

Wie bekomme ich eine ISNI?

Über eine ISNI-Registrierungsagentur: Sie gleicht deine Identität mit bestehenden Einträgen ab und vergibt den Code. Danach trägst du ihn in Release-Metadaten und Profile ein, damit Datenbanken deine Werke der richtigen Identität zuordnen.

Brauche ich eine ISNI für die Distribution?

Nein, Releases gehen auch ohne live. Wertvoll wird die ISNI mit wachsendem Katalog: Sie hält Credits zusammen und verhindert Verwechslungen mit gleichnamigen Artists in Streaming- und Credit-Datenbanken.

In der Praxis: bbn.music

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