ISRC
Ein ISRC (International Standard Recording Code) ist ein eindeutiger 12-stelliger Code für eine konkrete Tonaufnahme oder ein Musikvideo. Verwaltet von der IFPI, folgt er dem Format CC-XXX-YY-NNNNN: Präfixcode, Registrantencode, Referenzjahr und fünfstellige laufende Nummer. Streaming-Dienste und Verwertungsgesellschaften nutzen den ISRC, um Streams zuzuordnen und Royalties für genau diese Aufnahme abzurechnen.
So ist ein ISRC aufgebaut
Ein ISRC besteht immer aus 12 Zeichen in vier Blöcken: CC-XXX-YY-NNNNN. Die ersten beiden Buchstaben sind ein Präfix (ursprünglich der Ländercode des Registranten; neuere Vergaben wie QZ sind keinem Land zugeordnet), die nächsten drei Zeichen identifizieren den Registranten selbst, meist das Label oder den Distributor, der den Code vergeben hat. Zwei Ziffern stehen für das Referenzjahr, die letzten fünf Ziffern sind eine fortlaufende Nummer. Die Bindestriche dienen nur der Lesbarkeit; gespeichert wird der Code als durchgehende 12-stellige Zeichenkette. Ein ISRC ist dauerhaft: Einmal vergeben, bleibt er über jedes Release, jeden Store und jede Compilation bei derselben Aufnahme. Eine neue Version (Remaster, Radio Edit, Remix, Live-Aufnahme) gilt als neue Aufnahme und bekommt einen eigenen ISRC.
So bekommst du einen ISRC — kostenlos
Wenn du über bbn.music distribuierst, bekommt jeder Track automatisch einen gültigen ISRC — ohne Registrierung, ohne Gebühr. Wurde eine Aufnahme schon einmal veröffentlicht und hat bereits einen ISRC, trägst du den bestehenden Code beim Upload ein, damit Streaming-Historie und Royalty-Zuordnung bei derselben Aufnahme bleiben. Labels mit eigenem Codebereich können sich bei der nationalen ISRC-Agentur als Registrant eintragen lassen und eigene Codes mitbringen; auch das funktioniert bei bbn.music. Sobald jeder Track seinen ISRC hat, geht das Release über unser Delivery-Netzwerk in 35+ Stores in 195 Ländern, und jeder Stream wird der richtigen Aufnahme zugeordnet.
ISRC vs. ISWC vs. UPC
Ein ISRC identifiziert eine Aufnahme, eine ISWC das zugrunde liegende musikalische Werk und ein UPC bzw. EAN das Release als Produkt. Ein Song kann alle drei gleichzeitig tragen: Die Komposition hat eine ISWC, jede aufgenommene Version ihren eigenen ISRC, und jede Single, EP oder jedes Album einen eigenen UPC. Die Royalty-Abrechnung baut auf dieser Trennung auf: Master-Royalties aus Streams werden per ISRC zugeordnet, Publishing-Royalties für Songwriter laufen über die ISWC und die Verwertungsgesellschaften, Verkaufsreports werden per UPC gruppiert. Für Labels ist ein sauberer Identifier-Stand im Katalog die Grundlage für korrekte Abrechnungen und saubere Splits.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich ISRC-Codes kaufen?
Nein. bbn.music vergibt beim Upload automatisch und kostenlos einen gültigen ISRC für jeden Track. Einen Code trägst du nur dann selbst ein, wenn die Aufnahme schon einmal veröffentlicht wurde und bereits einen hat.
Braucht ein Remix oder Remaster einen neuen ISRC?
Ja. Jede eigenständige Version einer Aufnahme (Remix, Remaster, Edit oder Live-Take) gilt als neue Aufnahme und bekommt einen eigenen ISRC. Die Originalaufnahme behält ihren Code dauerhaft.
Darf derselbe ISRC auf zwei Releases auftauchen?
Ja, solange es exakt dieselbe Aufnahme ist. Ein Track behält seinen ISRC auf Single, Album und Compilation. Zwei verschiedene Aufnahmen teilen sich nie einen Code.